Bildung,Wissenschaft und Forschung NRW

Rheinbahn Düsseldorf: Topp Ausbildungsbetrieb!

Berufliche Bildung:

Rheinbahn Düsseldorf: Topp Ausbildungsbetrieb!

Berufspolitische Tagung ver.di Berufspolitische Tagung

Im Rahmen der ver.di-Veranstaltungsreihe zur beruflichen Bildung hatte Uwe Meyeringh, Leiter des Fachbereichs Bildung, Wissenschaft und Forschung im ver.di-Landesbezirk NRW, zu einer berufspolitischen Tagung bei der Rheinbahn in Düsseldorf eingeladen. Teilnehmer waren neben hauptamtlichen ver.di-Mitarbeitern auch interessierte Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben, Mitglieder in den Jugend- und Auszubildendenvertretungen, Betriebs- und Personalräte, Mitglieder in den Berufsbildungs- und Prüfungsausschüssen der Kammern sowie Lehrerinnen und Lehrer an berufsbildenden Schulen. 

Arbeitsdirektor Klaus Klar, der selbst mit einer Ausbildung als Kfz-Mechaniker seine Karriere bei der Rheinbahn begonnen hatte, zeichnete ein klares Bild über die Firmenphilosophie des Unternehmens. „Am hohen Krankenstand lassen sich die Blutwerte eines Unternehmens messen“, fand Klaus Klar deutliche Worte. Verlässlichkeit im Handeln sei ein wichtiger Faktor und der entsprechende Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen im Betrieb und dazu brauche es eine grundsätzliche Haltung in der Führungsriege.  

56 Prozent der Mitarbeiter aus Verwaltung und Technik sind ehemalige Azubis. Regelmäßig werden vom Unternehmen in Kooperation mit umliegenden Schulen Praktikumsplätze angeboten. Mit einer beeindruckenden Ausbildungsleistung von 42 Auszubildenden je Ausbildungsjahrgang in zehn verschiedenen Ausbildungsberufen hat das Unternehmen mit der Weichenstellung für die Zukunft längst begonnen. Mit einer sukzessiven Erhöhung der Ausbildungsplätze soll dem Fachkräftemangel wirksam begegnet werden. Dennoch auch für ein Unternehmen wie die Rheinbahn ein Kraftakt, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in den nächsten 10 bis 15 Jahren das Unternehmen verlassen werden. 

Eine zentrale Aussage war die negative Auswirkung von Beschäftigungsverhältnissen mit sachgrundloser Befristung und was es für die Beschäftigten bedeutet. „Nicht wenige werden sich als Mitarbeiter Zweiter Klasse gefühlt haben.“ Klaus Klar skizzierte den Weg, der letztlich zur Abschaffung dieser Beschäftigungsverhältnisse bei der Rheinbahn führte. Im harten Kampf der Betroffenen hob er insbesondere die Rolle des Betriebsrates und die der Gewerkschaft ver.di positiv hervor. 

Eine Besichtigung der Ausbildungswerkstätten rundete den Besuch bei der Rheinbahn ab und am Nachmittag wurde die Diskussionsrunde der Fachtagung eröffnet. „Das betriebliche Konzept für die Personalentwicklung und das Ausbildungskonzept für die Zusammenarbeit von Ausbildern und Azubis ist überzeugend“, sagte Uwe Meyeringh. „Warum die Rheinbahn als Arbeitgeber beliebt ist, zeigt sich im wertschätzenden Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen oder ganz einfach in der Haltung zum Menschen. Solche gemeinsamen Termine sind wertvoller Input für die Berufsbildungspraxis in der gewerkschaftlichen Beratungsarbeit.“